Zeiterfassung im beruflichen Alltag


Viele Unternehmen arbeiten derzeit bereits mit verschiedenen Lösungen zur Zeiterfassung Ihrer Mitarbeiter. Zum Beispiel von AZS System AG. Dabei gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten und Systemen, die hierbei genutzt werden können. In der Vergangenheit sehr verbreitet und umgangssprachlich recht geläufig ist die sogenannte Stempel- oder Stechuhr. Anfang des 20. Jahrhunderts handelte es sich hierbei tatsächlich um eine Uhr, welche den Arbeitsbeginn und das Dienstende auf eine sogenannte Stempelkarte druckte oder stanzte.

In der heutigen Zeit sind diese manuell betriebenen Stechuhren jedoch nur noch selten anzutreffen. Kontaktlose Funkstempelchips oder elektronische Zeitmeldesysteme haben die Stempelkarte derweil abgelöst.

Ein großer Vorteil des kontaktlosen Funkstempelchips ist, dass zusätzlich zur Zeitmessung auch eine Zutrittskontrolle zu sicherheitsrelevanten Bereichen möglich wird. Auch werden die Daten elektronisch zentral an ein sogenanntes Kiosksystem gesandt. Die in der Datenbank gespeicherten Daten können dann später etwa für die Lohnabrechnung ausgewertet und genutzt werden. In der Regel erhält der Mitarbeiter zudem die Möglichkeit, diese Daten durch einen persönlichen Zugang einzusehen. Buchungen können so auch manuell ergänzt werden. Neben der täglichen Zeiterfassung können dadurch auch Überstunden, Urlaub und Fehltage erfasst und gepflegt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben somit immer einen tagesaktuellen Überblick über die Anwesenheit und geleistete Stunden. Elektronische Vorgänge zur Beantragung von Freizeitausgleich durch Überstunden oder Urlaubstagen sind oftmals in solche Systeme integriert. Es gibt unzählige Anbieter einer solchen Software, die mehr oder weniger gleiche Funktionen anbieten.

Trotz oben genannter Vorteile gibt es jedoch immer noch einige Betriebe, die die sogenannte Vertrauensarbeitszeit statt der Zeiterfassung nutzen. Besonders in kleinen Betrieben und Unternehmen wird nicht besonders viel Wert auf Zeiterfassungssysteme gelegt. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Erfassung von Arbeitszeiten im Mai dieses Jahres wurde die Diskussion über die Zeiterfassung neu entfacht. Die Befürchtung der oben genannten kleineren Betriebe war, dass die Vertrauensarbeitszeit gänzlich auf der Kippe steht und ab sofort für alle Unternehmen die Pflicht zur Stechuhr gilt.

Ganz so rigoros muss das Urteil in den Mitgliedsstaaten jedoch noch nicht umgesetzt werden. Das Urteil besagt, dass Zeiterfassungssystem sei verbindlich, es müsse objektiv, zugänglich und verlässlich sein. Je nach Branche oder Unternehmensgröße gibt es jedoch einige Spielräume und Schlupflöcher. Einzig im Mindestlohnbereich in Deutschland besteht bereits eine branchenunabhängige Pflicht zur vollständigen Zeiterfassung. Auch handelt es sich bei dem Urteil des EuGH zunächst um einen Handlungsauftrag für die Mitgliedstaaten, die eigenen gesetzlichen Vorschriften diesbezüglich anzupassen.

Aber auch wenn es derzeit noch keine direkte Verpflichtung gibt, so sollte sich ein jedes Unternehmen Gedanken um einen Umstieg auf ein Zeiterfassungssystem machen. Denn die Vertrauensarbeitszeit bringt viel Unklarheit und strittige Punkte mit sich. Einzig bei Arbeitnehmern, die keinen festen Arbeitsplatz als Einsatzort haben. Dort ist die Einführung eines festen Zeiterfassungssystems nach wie vor problematisch. Dazu zählen Außendienste, Baustellen, Montagen oder auch Homeoffice, also die Arbeit von zu Hause. Die Kontrollmechanismen in diesen Fällen sind etwas problematisch und erfordern einen Vertrauensvorschuss seitens des Arbeitgebers.

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